Autor: Moritz

  • Stellungnahme zum Thema Bürger*innenrat

    In Anbetracht der Tatsache, dass die Einlassungen unseres Fraktionsvorsitzenden Peter Weyers keinen Eingang in die Berichterstattung der RN gefunden haben, möchte die Linksfraktion auf diesem Wege ihren Standpunkt zum Thema klarmachen.

    Grundsätzlich finden wir die Absicht, einen Bürger:innenrates durchzuführen, sehr gut. Sein Erfolg hängt allerdings wesentlich von Qualitätsmerkmalen ab, die der Verein „Mehr Demokratie e.V“ in seinem Handbuch zur Planung und Durchführung von Bürger:innenräten definiert hat.

    Wir haben im Vorfeld Kontakt mit Herrn Sterk von mehr Demokratie e. V. aufgenommen und ihn nach seiner Meinung zur Verwaltungsvorlage für den Bürger:innenrat gefragt. Seine Kritikpunkte haben wir zusammen mit Bürger:innen während unserer öffentlichen Fraktionssitzung diskutiert und uns entschlossen, diese Punkte in einem Änderungsantrag zur Verwaltungsvorlage für den Hauptausschuss und die Ratssitzung aufzunehmen.

    Um diese Punkte ging es:

    • Migrationshintergrund und Bildungsgrad als zusätzliches Auswahlkriterium
    • Professionelle Moderation während der Sitzungen des Bürger:innenrates
    • Begrenzung der Dauer auf 6 Monate
    • Zahlung einer Aufwandspauschale
    • Vertagung der Themenfindung bis zur Vernetzungskonferenz am 15.09.2026, bei der Herr Sterk von „Mehr Demokratie e. V“ zu Gast sein wird.

    Im Hauptausschuss haben die Grünen und die CDU eigene Änderungsanträge eingebracht.

    Nach wenigen Redebeiträgen aus den Fraktionen hat der Bürgermeister die Rednerliste geschlossen und ein eigenes Statement abgegeben, in welchem er u .a. gesagt hat, dass Migrationshintergrund als Kriterium nicht in Frage käme, weil die Verwaltung keine Informationen darüber hat.

    In der Ratssitzung am folgenden Tage standen die Änderungsanträge von uns und den Grünen erneut auf der Tagesordnung.

    Peter Weyers hat darauf hingewiesen, dass wegen der frühen Beendigung der Rednerliste im HA keine wirkliche Diskussion stattgefunden hat und insbesondere keine Antwort auf das Statement des BM möglich war. Marco Sorg und Peter Weyers haben vorgeschlagen, die Punkte aus den Änderungsanträgen einzeln abstimmen zu lassen. Das ist in der Vergangenheit auch schon so praktiziert worden, ist aber hier ignoriert worden. Peter Weyers hat den BM darüberhinaus gefragt, wie seine Äußerung zum Kriterium Migrationshintergrund zu verstehen sei. Schließlich sei die Verwaltung ja auch in der Lage korrekt zu den Wahlen zum Integrationsausschusses einzuladen, bei denen nur Menschen mit Migrationshintergrund wahlberechtigt sind. Diese Frage hat der BM ignoriert, ebenso wie den Wunsch auf Abstimmung der einzelnen Punkte unserer Änderungsanträge. Auch der nochmalige Wunsch von Peter Weyers, zumindest den Punkt „professionelle Moderation“ noch einmal einzeln abzustimmen, ist ignoriert worden.

    Wir Linke empfanden die Art und Weise der Sitzungsleitung als nicht fair. Die Wortmeldungen von Peter Weyers und Marco Sorg waren durchaus als Antrag zu verstehen. Ratsmitglieder haben jederzeit das Recht, im Rat Anträge zu stellen. Insofern empfinden wir das Verhalten des Bürgermeisters als Verstoß gegen die Geschäftsordnung des Rates.


  • Mehr Zurückhaltung bei der Diskussion um den Postplatz

    Die Ratsfraktion der Linken mahnt bei der Diskussion um die Nutzung des Postplatzes zu viel mehr Zurückhaltung. „Da gibt es Menschen, die den Platz zu dem Zweck nutzen, für den er angelegt ist, nämlich zur Begegnung, zum Austausch, für ein Bierchen unter Bekannten“, konstatiert Fraktionsvorsitzender Peter Weyers. Die meiste Kritik zum möglicherweise störenden Verhalten eines bestimmten Personenkreises kommt aber von Menschen, die diesen Platz gar nicht nutzen. Dazu Peter Weyers:

    „Und das ist unserer Meinung nach der Punkt: Wenn der Postplatz von viel mehr Bürgern genutzt würde, zum Beispiel für eine Pause beim Einkauf oder um Stöbern m Bücherregal, würde die so entstehende soziale Kontrolle für mehr Beruhigung sorgen“

    Die Menschen, die auf dem Postplatz für Lautstärke und vielleicht auch für Verunreinigungen sorgen, können durch amtliche Ordnungsmaßnahmen nur vertrieben werden. Ihnen steht der Aufenthalt auf diesem Platz aber genauso zu, wie allen anderen Bürgern dieser Stadt. Die „Auffälligen“ vom Ordnungsamt oder der Polizei von einem Treffpunkt zum anderen zu jagen, gilt es dringend zu vermeiden. Stattdessen müssen ausgebildete Fachkräfte sich um die Menschen kümmern und Anlässe und Gründe für das auffällige Verhalten in den Blick nehmen. Der VSI, der eben nicht Ordnungsbehörde ist, sondern Hilfen versprechen kann, leistet nach Meinung der Linksfraktion hier sehr gut Arbeit. Die gilt es auszubauen.

    Durch vorbildhaftes Verhalten der gesamten Stadtgesellschaft entsteht nach Meinung der Linksfraktion ein dauerhaftes Miteinander. 

  • Stellungnahme zur Haushaltssperre

    Schadenfreude ist völlig fehl am Platz. Die Reißleine zur Haushaltssperre hat Kämmerer Luhmann nach Ansicht der Ratsfraktion der Linken völlig zu Recht zum jetzigen Zeitpunkt gezogen. „Aber diese Situation war vorhersehbar“, argumentiert Peter Weyers. Der Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion die Linke hat schon in seiner Haushaltsrede auf die viel zu optimistische Gewerbesteuerschätzung hingewiesen, die jetzt auch noch einen Doppelhaushalt beeinträchtigt.

    „Wir haben konstruktive Vorschläge zur realistischen und gerechten Einnahmenverbesserung durch die Einstellung andernorts in NRW längst bewährter kommunaler Betriebsprüfer gemacht, aber die Mehrheitsfraktionen haben dies bekanntlich mit für uns nicht nachvollziehbaren Begründungen abgelehnt“.

    Ein Kommunaler Betriebsprüfer hätte die aktuelle Haushaltssperre noch nicht verhindert, aber für die Zukunft hätte das die finanzielle Situation verbessert.

    Nach Auffassung der Linksfraktion ergeben sich jetzt Fragen und Risiken. So gerät die völlig unnötig herbeigeredete Rückführung in die Stadtverwaltung für den KuWeBe jetzt zur Existenzfrage. Kann der Kauf der Nickelwerke überhaupt realisiert werden? Wird das Alte Rathaus nach dem mindestens unglücklichen Sanierungsversuch durch die Bürgerstiftung aufgrund fehlender Haushaltsmittel der Stadt nun endgültig zum Fiasko? Kann der Bürgerrat, der das erfolgreich agierende Mitmachgremium ersetzen soll, überhaupt noch finanziert werden?

    Ob fehlende Sensoren auf den City-Parkplätzen, die Beschäftigung von Honorarkräften beim Ferienspaß – für viele Entscheidungen muss jetzt ganz schnell eine Lösung her.

    Peter Weyers: „Was wird aus der zweiten Hälfte des verabschiedeten Doppehaushaltes 26/27? Müssen die Bürger mit Steuer- und Gebührenerhöhungen rechnen?“

    Die Linksfraktion erhofft sich eine für alle Bürger transparente Diskussion in den politischen Gremien der Stadt.

  • Mehr Fahrradständer, weniger Schrotträder!

    Mehr Fahrradständer, weniger Schrotträder!

    Die Links-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte möchte, dass die Stadt für mehr Fahrradabstellmöglichkeiten auf dem Bahnhofsvorplatz sorgt. Ein Antrag dazu ist an den Ausschuss für Stadtentwicklung gestellt worden. Moritz Wohlers, sachkundiger Bürger für die Fraktion der Linken, kritisiert vor allem die hohe Anzahl an offensichlichen Schrott-Rädern, die Abstellplätze blockieren: „Schon morgens um 8 Uhr sind alle freien Abstellplätze besetzt“. Die Linken fordern mehr Abstellgelegenheiten und eine höhere Frequenz der Schrotträder-Kontrollen.

  • Arbeitsagentur-Sprechzeiten im JobCenter müssen möglich sein

    „Es wird wieder diejenigen treffen, die ohnehin schon am meisten benachteiligt sind“, kommentiert Peter Weyers, Vorsitzender der Links-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte. Die Schließung der Filiale Schwerte der Bundesagentur für Arbeit wird viele Menschen vor Probleme stellen. „Wer nicht mal eben nach Unna fahren kann, wer seine Angelegenheiten nicht zuhause am PC erledigen kann, wer zum Beispiel vielleicht nicht mal einen PC zur Verfügung hat, der wird weiter benachteiligt“.

    Die Links-Fraktion bittet den Bürgermeister und die Verwaltungsspitze darum zu erwirken, dass die Bundesagentur für Arbeit in dem am Cava die Tirreni-Platz verbleibenden JobCenter mehrmals die Woche Beratungstermine anbietet. Das JobCenter wird schließlich von den Kommunen im Kreis Unna und der Bundesagentur gemeinsam betrieben.

    Weyers: „Es wird keine Probleme machen, wenn zweimal die Woche ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Bundesagentur aus Unna nach Schwerte kommt – schließlich wird es auch für zumutbar gehalten, dass Schwerter Ratsuchende künftig nach Unna fahren“.

    Die Links-Fraktion wundert sich, dass weder der Bürgermeister noch sein Beigeordneter sofort öffentlich erkennbare Anstrengungen unternommen haben, die Bundesagentur für Arbeit von der Schließung der Filiale Schwerte abzubringen. Schließlich sind die Wegzugs-Pläne der Stadtspitze schon länger bekannt.

    De Links-Fraktion erwartet, dass die Stadt ihren Einfluss geltend macht, dass die barrierefrei erreichbare, zentral gelegene 3. Etage des DIAG-Hauses am Cava die Tirreni-Platz an eine Einrichtung oder Dienststelle vermietet wird, von deren Wirken die Schwerterinnen und Schwerter Nutzen haben. Der Hausbesitzer und Vermieter DIAG aus Dortmund hat ja auch schon lange vor der offiziellen Bekanntgabe des Auszugs der Bundesagentur Kontakte zur Stadt und zur Wirtschaftsförderung gesucht.

  • Trumpeske Argumentation im Finanzausschuss

    Es gibt offensichtlich in den beiden großen Fraktionen im Schwerter Rat, keine Bereitschaft, die Stadt oder die Verwaltung weiterzuentwickeln.

    Um einen kommunalen Betriebsprüfer zu verhindern, werden auch Dinge behauptet, die schon einer einfachen Überprüfung nicht standhalten. So behauptete Frau Pohle für die CDU, die Finanzämter würden im Rahmen eines sog. „Flankenschutzes“ schon vermehrt prüfen. Hier kommt der Faktencheck: Wenn man den Begriff „Flankenschutz“ in Verbindung mit dem Finanzamt googelt, erfährt man, dass es sich hier um unangemeldete Besuche von Steuerfahndern bei Privatleuten handelt, um das Vorhandensein eines steuerlich abgesetzten Arbeitszimmers zu prüfen. Da kommt nicht etwa ein normaler Finanzbeamter, sondern ein Steuerfahnder, das muss man sich mal reinziehen! Über einen Flankenschutz bei Betriebsprüfungen findet man keine Informationen im Netz.

    Zum anderen wird behauptet, der Einsatz eines Kommunalen Betriebsprüfers sei ein Ausdruck von Misstrauen und schikanös. Das gilt offensichtlich nur, wenn es um die geht, die man für die eigene Klientel hält. Da muss die Frage erlaubt sein, ob die CDU alle Steuerprüfungen für schikanös hält.

    Das ist eine Ideologie, die wir im Sinne der Stadt Schwerte und ihrer Bürger:innen nicht brauchen.

    Die Argumentation der SPD, ein geeigneter Prüfer sei nur schwer zu finden, ist einfach schwach und kann den Eindruck nicht verwischen, dass die SPD an einer sachlichen Zusammenarbeit nicht interessiert ist.

    Aber vielleicht verlässt man sich auch darauf, dass rund 70% der nicht eingenommenen Gewerbesteuer als Schlüsselzuweisungen vom Land kommen. Das allerdings wäre erbärmlich.

  • Will die Stadt einen Rüstungsbetrieb in Holzen?

    Hinter der relativ unscheinbaren Fassade der Firma ND PressTec am Rosenweg verbirgt sich ein Kriegswaffen herstellender Rüstungsbetrieb, der zu einem der namhaftesten globalen Rüstungskonzerne gehört. Die Linken-Ratsfraktion hat jetzt eine Anfrage an die Stadtverwaltung formuliert, was denn bei einem eventuellen Ankauf der Flächen der Deutschen Nickel aus eben diesem Rüstungsbetrieb wird.

    Die Firma ND Press Tec sieht sich als Nachfolger des traditionsreichen Schwerter Munitionsherstellers Vereinigte Deutsche Nickelwerke. Hergestellt werden in Schwerte heute vorrangig Munitionsbestandteile für Kriegswaffen sowie für diverse Schusswaffen aus dem Polizei- und Jagdbereich. ND Presse Tec gehört zum global agierenden norwegischen Rüstungskonzern Nammo AS, einem Marktführer der Branche. Tochter- und Mutterfirma werben im Internet offensiv mit ihrem Kriegswaffen-Portfolio.

    Die Linke-Fraktion möchte nun wissen, ob ND PressTec Mieter oder Grundbesitzer am Rosenweg ist. Und ob im Falle des Erwerbs und der Vermarktung der Deutsche-Nickel-Flächen durch die Stadt dieser Betrieb dort Bestand haben soll.

    Fraktionsvorsitzender Peter Weyers: „Wir halten es für durchaus diskussionswürdig, ob ein Rüstungsbetrieb in Bahnhofsnähe und direkt neben einer Gesamtschule bleiben kann“. Daraus ergebe sich die grundsätzliche Frage, ob Schwerte Rüstungsfirmen im Stadtgebiet dulde oder sogar anwerbe.

  • Verpasste Chance auf Bürgernähe im Ausschuss für Stadtentwicklung

    Verpasste Chance auf Bürgernähe im Ausschuss für Stadtentwicklung

    Bei einer Abstimmung wie kürzlich im Ausschuss für Stadtentwicklung (ASE)  frage ich mich, ob manche Ratsfraktionen so starke Probleme mit ihrem Hörverständnis haben oder bewusst Gegenargumente suchen um einfach nur „dagegen zu sein“.

    In besagtem Ausschuss stellte Michael Rotthowe (Grüne) einen Prüfauftrag zur Kostenermittlung zusätzlicher Ringbuslinien zur Abstimmung. Die Idee dahinter ist, dass alle Stadtteile in einer zusätzlichen Buslinie miteinander verbunden würden und diese auch fehlende nächtliche Anbindungen ergänzen würde. Da wir von der Linken-Ratsfraktion diesen Vorschlag ebenfalls bereits in unserem Wahlprogramm als eines unserer Ziele vorgestellt haben, sprach sich unsere Fraktion dafür aus. Ich als Ratsmitglied habe angemerkt, dass dies vermutlich auch dem angespannten Wohnungsmarkt zugutekommen würde. Erschwingliche Wohnungen sind heutzutage eher in den Bezirken wie Westhofen oder Ergste zu finden, die sind für Menschen ohne Auto jedoch meist nur schlecht zu erreichen.

    Denkbar wäre ebenfalls, dass die zusätzlichen Anbindungen der Gastronomie und Schwerter Unternehmen zugute kämen, was sicher nicht nur die Bürger freuen würde, sondern auch die dringend für den katastrophalen Haushalt benötigten Gewerbesteuereinnahmen ankurbeln würde. Dazu wurde aber nichts weiter gesagt.

    Am meisten erstaunt uns Linke aber mit welcher Ignoranz Bürgern vor den Kopf gestoßen wurde – der komplette Prüfantrag zur Kostenermittlung zusätzlicher Ringbuslinien wurde abgelehnt! Wohlgemerkt, es ging nicht um die Schaffung dieser so wichtigen Linien, sondern „nur“ um die Ermittlung von Kosten.

    Der VKU hätte nur eine ungefähre gewünschte Taktung gebraucht um kalkulieren zu können. Die Stadt Schwerte hätte kaum Geld in die Hand nehmen müssen dafür.

    Empörend finden wir die Tatsache, dass parallel hierzu vorgeschlagene alternative Einnahmequellen für die Stadt zur Stabilisierung des Haushalts nur belächelt werden, obwohl alle genau wissen, dass diese Mehreinnahmen dringend gebraucht werden.

    Die Grüne-Fraktion hatte mehrfach klargestellt, dass der Prüfantrag sowohl auf Kreisebene als auch bei der VKU schon vorgebracht worden sei.

    Die Linke-Ratsfraktion hat mit Kritik zu unserem Vorstoß gerechnet, solch einen mangelhaften Respekt vor den auf den ÖPNV angewiesenen Bürgerinnen und Bürgern haben wir allerdings nicht erwartet.

  • Helft dem KuWeBe – und macht ihn nicht kaputt!

    Helft dem KuWeBe – und macht ihn nicht kaputt!

    Mit großer Besorgnis haben die Mitglieder der Ratsfraktion Die Linke zur Kenntnis genommen, dass im Finanzausschuss die Idee den KuWeBe in die allgemeine Stadtverwaltung zurückzugliedern breit diskutiert wurde. „Für den Kultur- und Weiterbildungsbetrieb wäre das der Anfang vom Ende“, konstatiert der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Daniel Prein.

    Der sachkundige Bürgerwürde es begrüßen, wenn die überaus erfolgreiche Arbeit auch abseits des Welttheaters der Straße mal gebührend zur Kenntnis genommen würde: „Da entsteht so viel unter widrigsten, nicht vom KuWeBe verschuldeten Bedingungen“. 

    Es sei ein Skandal, dass über Jahre die Stadt einfach ihren vertraglichen Zuschuss-Verpflichtungen nicht nachgekommen sei und auch bei Tarifanpassungen für die Beschäftigten nicht immer mitgezogen habe.

    Größtes Problem des KuWeBe sei nicht die fehlende Nähe zum Schwwerter Rathaus, als vielmehr der marode Immobilienbestand, den man bei der Gründung des Betriebes diesem einfach aufgebürdet habe. „Neben Zuschüssen, Spenden und Förderungen für die Kultur in Schwerte muss sich der KuWeBe seit vielen Jahren um Gebäude mit erheblichem Saierungstau kümmern“.

    Daniel Prein: „Die Linken plädieren dafür den KuWeBe nicht den Einsparungsfantasien der Verwaltung zum Opfer fallen zu lassen, sondern den Schwerter Kultur- und Weiterbildungsbetrieb endlich ausreichend zu würdigen. Durch eine ausreichende Finanzierung und Zurverfügungstellung von angemessenen Räumlichkeiten“.

    Der Etat des KuWeBe ist mit aktuell gerade mal 1,5 Prozent des städtischen Haushaltsvolumens für spürbare Sparmaßnahmen denkbar ungeeignet. Die Linken-Ratsfraktion empfiehlt allen anderen Fraktionen den Verantwortlichen im KuWeBe-Vorstand unvoreingenommen zuzuhören. Es gebe dort spannende Konzepte und Ideen für einen gesicherten Fortbestand des KuWeBe.

  • Linke verabredeten Geschlossenheit

    Linke verabredeten Geschlossenheit

    Die zehnköpfige Schwerter Ratsfraktion Die Linke unter dem Vorsitz von Ratsmitglied Peter Weyers und der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Nicola Pruscini wollen sich mit zielführenden Anträgen und Anfragen an der Ratsarbeit beteiligen. Bis auf Weyers sind alle Fraktionsmitglieder noch neu in der Kommunalpolitik. Deshalb war die Klausurtagung im Tagungszentrum Haus Villigst der Ev. Landeskirche ein guter Auftakt in die Ratsperiode.

    Inhaltlich vorbereitet wurden die kommenden Schwerpunktthemen im Rat wie u.a. Kauf und Vermarktung des Geländes der Deutschen Nickel, Fortgang der Arbeiten am historischen Zentrum Altes Rathaus und deren Finanzierung, die fatale Entwicklung auf dem Schwerter Wohnungsmarkt vor allem für weniger betuchte Bürgerinnen und Bürger, die Vorbereitung der Stadt für Krisenfälle und Katastrophen und die finanzielle Absicherung des Kultur- und Weiterbildungsbetriebes.

    Die verabredete Haltung zu den Sachthemen soll in den kommenden Wochen in Anträgen und vor allem Anfragen münden. Die Linksfraktion wird geschlossen auftreten und mit allen demokratischen Ratsfraktionen zusammenarbeiten.

    Die Fraktionsmitglieder haben sich in den Tagungsräumen in Villigst ausgesprochen wohl gefühlt, was sich in einer sehr produktiven Diskussionsatmosphäre niedergeschlagen hat.

    Nach den Osterferien wird das Fraktionsbüro im Rathaus, Raum 121, montags von 17 bis 19 Uhr und mittwochs von 11 bis 13 Uhr für ratsuchende Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Es ist über den Haupteingang des Rathauses oder ganz leicht über den Veranda-Eingang an der Hastingsallee zu erreichen. Fraktionssitzungen sind in der Regel montags ab 19 Uhr, dazu können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger gern anmelden.