„Es wird wieder diejenigen treffen, die ohnehin schon am meisten benachteiligt sind“, kommentiert Peter Weyers, Vorsitzender der Links-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte. Die Schließung der Filiale Schwerte der Bundesagentur für Arbeit wird viele Menschen vor Probleme stellen. „Wer nicht mal eben nach Unna fahren kann, wer seine Angelegenheiten nicht zuhause am PC erledigen kann, wer zum Beispiel vielleicht nicht mal einen PC zur Verfügung hat, der wird weiter benachteiligt“.
Die Links-Fraktion bittet den Bürgermeister und die Verwaltungsspitze darum zu erwirken, dass die Bundesagentur für Arbeit in dem am Cava die Tirreni-Platz verbleibenden JobCenter mehrmals die Woche Beratungstermine anbietet. Das JobCenter wird schließlich von den Kommunen im Kreis Unna und der Bundesagentur gemeinsam betrieben.
Weyers: „Es wird keine Probleme machen, wenn zweimal die Woche ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Bundesagentur aus Unna nach Schwerte kommt – schließlich wird es auch für zumutbar gehalten, dass Schwerter Ratsuchende künftig nach Unna fahren“.
Die Links-Fraktion wundert sich, dass weder der Bürgermeister noch sein Beigeordneter sofort öffentlich erkennbare Anstrengungen unternommen haben, die Bundesagentur für Arbeit von der Schließung der Filiale Schwerte abzubringen. Schließlich sind die Wegzugs-Pläne der Stadtspitze schon länger bekannt.
De Links-Fraktion erwartet, dass die Stadt ihren Einfluss geltend macht, dass die barrierefrei erreichbare, zentral gelegene 3. Etage des DIAG-Hauses am Cava die Tirreni-Platz an eine Einrichtung oder Dienststelle vermietet wird, von deren Wirken die Schwerterinnen und Schwerter Nutzen haben. Der Hausbesitzer und Vermieter DIAG aus Dortmund hat ja auch schon lange vor der offiziellen Bekanntgabe des Auszugs der Bundesagentur Kontakte zur Stadt und zur Wirtschaftsförderung gesucht.
