Einführung eines Feuerwerkverbotes

Antrag

Die Verwaltung wird beauftragt, die Nutzung von Feuerwerksprodukten der Kategorie 2 zu Silvester in ausgewählten Teilen der Stadt Schwerte zu verbieten.

Die ausgewählten Teile der Stadt sollten sein:

  • Bereiche mit dichter Bebauung
  • Bereiche mit Baudenkmälern und Fachwerkhäusern
  • Parks, Gewässer und deren Uferbereiche
  • Wälder


 Das Verbot soll durch den aufgestockten KOD wirksam kontrolliert werden.

Begründung

Generell gilt: Die Nutzung von Feuerwerk der Kategorie 2 ist bundesweit für Privatleute nur am 31.12. und am 01.01. erlaubt.

Ein generelles Verbot gilt auch an diesen Tagen in direkter Umgebung von Kinder- und Altersheimen, Kirchen und Kliniken.

Nach §24 Abs. 2 der Sprengverordnung kann die zuständige Behörde anordnen, dass aus Gründen des Brandschutzes im Umkreis von 300 Metern um brandgefährdete Objekte keine Pyrotechnik benutzt werden darf. Die Schwerter Altstadt besteht zu großen Teilen aus Fachwerkhäusern. Auch in den Stadtteilen stehen zum Teil viele Fachwerkhäuser. Dieser Häuser sind in einem höheren Maße brandgefährdet, insbesondere dann, wenn Denkmalschutz einem wirksamen Brandschutz entgegensteht.

Privatpersonen sind im Umgang mit Feuerwerk unerfahren. Unter Alkoholeinfluss passieren immer wieder schlimme Unfälle, die vermeidbar wären, wenn die Nutzung untersagt wäre.

Insbesondere bei Raketen gibt es keine Steuerungsmöglichkeit nach der Zündung. Wo die brennende Rakete hinfliegt, ist komplett dem Zufall überlassen.

Hunde, Katzen und Vögel leiden jedes Jahr unter der Böllerei an Silvester. Jeder Haustierbesitzende weiß das. Jedes Jahr gibt es eine hohe dreistellige Zahl an Hunden, die in Panik weglaufen. Was oft übersehen wird, ist das Leid der Wildtiere. Sie befinden sich teilweise im Ruhemodus, wie Vögel, die dann in Panik kilometerweit wegfliegen und viel zu viel Energie verbrauchen. Andere Wildtiere, wie Igel sind sogar im Winterschlaf. Wenn der unterbrochen wird und der Igel keine Nahrung findet, kann das zu einem ernsten Problem für ihn werden.

Fluchttiere wie Rehe oder Hasen leiden besonders stark. Laute Geräusche und Blitze lassen sie sofort aufschrecken. Vögel fliegen in Panik kilometerweit weg und verlieren wertvolle Energiereserven.

Dazu kommt das oft schon tagelang vor Silvester und lange nach Neujahr geböllert wird, die Tiere also in einem langen Zeitraum nicht zur Ruhe kommen.

Zu guter Letzt würde auch die Umwelt weniger belastet werden und weniger Müll anfallen.

Ein Böllerverbot würde allen helfen.